System 55

 

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System 55

Exakte und originalgetreue Nachbildung des klassischen System 55 nach Spezifikationen und Original-Unterlagen von 1972/73. Das System ist vollständig handgefertigt nach Standards der frühen 1970er Jahre. Es stellt das Topmodell der Moog Modular Systeme dar und beinhaltet neben sieben Oszillatoren die legendären 960/961/962 Sequencer-Module sowie die 914 Extended Range Fixed Filter Bank. Das 962 Duophonic 61 Note Keyboard ist die perfekte Erweiterung und optional erhältlich.

Das System 55 wird in limitierter Kleinserie gefertigt. Moog spricht von weltweit 55 verfügbaren Exemplaren.

Das System 55 besteht aus einem Main Cabinet und einem Upper Cabinet, gefertigt aus massivem Walnussholz. Es beinhaltet folgende Zusammenstellung von insgesamt 36 Modulen:


5x 902 Voltage Controlled Amplifiers
1x 903A Random Signal Generator
1x 904A Voltage Controlled Low Pass Filter
1x 904B Voltage Controlled High Pass Filter
5x 911 Envelope Generators
1x 911A Dual Trigger Delay
1x 914 Fixed Filter Bank
1x 921 Voltage Controlled Oscillator
2x 921A Oscillator Drivers
6x 921B Oscillators
1x 960 Sequential Controller
1x 961 Interface
1x 962 Sequential Switch
1x 992 Control Voltage Panel
1x 993 Trigger and Envelope Voltages Panel
1x 994 Dual Multiples Panel
1x 995 Attenuator
1x CP2 Console Panel
3x CP3A Console Panels
1x CP8 Console Panel
1x 350 Watt 120/230 VAC Netzteil (umschaltbar)

Im Lieferumfang enthalten sind 48 Patch-Kabel und 6 Trigger-Kabel.

 

Abmessungen und Gewicht:

Main Cabinet: 123,2 x 39,4 x 35,6 (cm), 45,4 kg
Upper Cabinet: 123,3 x 25,4 x 21,6 (cm), 27,2 kg

 

Funktionsbeschreibung der Module

 

Funktionsbeschreibung der Module im System 55 in der Reihenfolge ihrer Nummerierungen:

(nach Originaltexten der Bedienungsanleitung von 1974)

902 Voltage Controlled Amplifier: Der 902 Voltage Controlled Amplifier ist ein Differenzverstärker mit einer Spannungsverstärkung von 2 (6 dB) bei Potentiometer-Maximaleinstellung (6) oder am Steuerspannungseingang anliegenden 6V. Die Summierung der Steuerspanungen (Potentiometer und CV-Eingang) liefert eine Maximal-Verstärkung von 7,5V bzw. +4,7dB. Lineare oder exponentielle Verstärkungs-Charakteristiken sind wählbar.

903A Random Signal Generator: Der Random Signal Generator erzeugt kontinuierliche Signale mit zufälliger Frequenz und Wellenform im Bereich von etwa 25Hz bis 20kHz. Zwei Signaltypen lassen sich erzeugen: weisses Rauschen und rosa Rauschen. Beim ersten ist der Pegel über den gesamten Frequenzbereich gleichmäßig verteilt. Das zweite Signal ist in tiefen Frequenzbereichen energiereicher und erscheint somit "tiefer" klingend.

904A Voltage Controlled Low Pass Filter: Das Voltage Controlled Lowpass Filter beschneidet Frequenzen oberhalb das eingestellten Cutoff-Punktes mit einer Intensität von 24dB pro Oktave. Der Cutoff-Punkt (Cutoff-Frequenz) wird über eine Eingangsbuchse spannungsgesteuert. Pro Volt Spannungszuwachs verdoppelt sich die Cutoff-Frequenz (Volt pro Oktave Standard). Das Regeneration Potentiometer regelt den internen Feedback-Pegel und erzeugt Resonanzspitzen im Bereich der Cutoff-Frequenz. Ab einer bestimmten Reglerstellung beginnt das Filter zu schwingen und arbeitet als spannungssteuerbarer Sinus-Generator. Das Fixed Control Voltage Potentiometer besitzt einen Regelbereich von 12V (1 Oktave). Der Arbeitsbereich des FCV-Potentiometers wird vom Frequency Range Schalter bestimmt. Er verschiebt den Arbeitsbereich in 2-Oktav-Schritten.

Die resultierende Cutoff-Frequenz des Tiefpass-Filters wird aus der Summe von Fixed Control Voltage, Frequency Range Einstellung und zugeführter Steuerspanung gebildet. Höhere Regeneration-Einstellungen verstärken den Pegel der Cutoff-Freqeunz und beschneiden gleichzeitig tiefe Frequenzen.

904B Voltage Controlled High Pass Filter: Das Voltage Controlled Lowpass Filter beschneidet Frequenzen unterhalb der Cutoff-Einstellung mit einer Intensität von 24dB pro Oktave. Da der Grundton einer komplexen Schwingung üblicherweise den höchsten Pegel besitzt, kann dessen Ausblendung eine deutliche Klangveränderung bedeuten.

Der Frequency Range Schalter bestimmt den Regelbereich des Fixed Control Voltage Potentiometers. In der Low-Einstellung beträgt er 4Hz bis 20kHz, in der High-Einstellung 10Hz bis 50kHz.

911 Envelope Generator: Nach erhalten eines extern erzeugten Switch-To-Ground (S-Trigger / Kurzschluss-Trigger) Signals erzeugt der Envelope Generator einen einmaligen Spannungsverlauf, dessen Dauer und Pegel von den Potentiometern T1, T2, T3 sowie von der konstanten Spannung (Esus) bestimmt wird. Durch das Schließen des Trigger-Schalters wird der Spannungsverlauf, unabhängig von der gegenwärtigen Position, auf den Wert T3 gesetzt. Der Envelope Generator benötigt einen S-Trigger. Externe Trigger-Quellen müssen mit dem 961 Interface entsprechend gewandelt werden.

911A Dual Trigger Delay: Das Dual Trigger Delay ist für zwei 911 Envelope Generator Module vorgesehen. Es verzögert zwei eingehende Trigger um unabhängig voneinander regelbare Zeitspannen. Drei verschiedene Betriebsarten sind möglich:

OFF: Beide Trigger werden unabhängig von einander verzögert.
PARALLEL: Beide Trigger werden um den gleichen Betrag verzögert.
SERIES: Beide Trigger werden nacheinander gestartet.

914 Fixed Filter Bank: Entsprechend der Moog 907A Fixed Filter Bank handelt es sich bei der 914 Extended Range Fixed Filter Bank um eine nicht spannungssteuerbare Festfilterbank mit 14 regelbaren Bereichen: Hochpass, Tiefpass und 12 Bandpässe. Jedes Band schwächt seine Mittenfrequenz um 12dB pro Okatve ab.

921 Voltage Controlled Oscillator: Der 921 Voltage Controlled Oscillator ist ein Generator zur Erzeugung von Wellenformen im Frequenzbereich zwischen 0,01Hz und 40kHz. Er liefert vier verschiedene Wellenformen: Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck (mit variabler Pulsweite). An den Ausgangsbuchsen lassen sich sowohl feste als auch regelbare Pegel abgreifen. Die Frequenz wird von den Bedienelementen Scale, Coarse Range, Frequency und (Oktave)Range im oberen Teil des Bedienfeldes bestimmt. Die Pulsweite der Rechteckschwingung wird mit dem links gelegenen Regler oder einer anliegenden Steuerspannung bestimmt. Die Festlegung des Clamping Points (Startpunkt) der Wellenform erfolgt mit dem rechts unten gelegenen Regler bzw. den zugehörigen Trigger-Eingängen. Mehrere Frequenz-Steuereingänge lassen sich parallel nutzen. Alle Wellenformen lassen sich gleichzeitig abgreifen. Alle Bedienelemente können während des Betriebs genutzt werden. Dieses Modul eignet sich als Audio- und Steuerspanungsquelle.
921A Oscillator Driver: Der 921A Oscillator Driver arbeitet als Steuerspannungsquelle für bis zu drei 921B Oszillatoren, mit denen er über interne Steckverbinder verbunden wird. Zwei Steuerspannungen werden erzeugt: eine für die Oszillator-Frequenz und eine für die Pulsweite der Rechtwelle sämtlcher angeschlossenen Oszillatoren. Das Modul verfügt dazu seinerseits über Eingänge für Steuerspannungen mit Volt/Oktav-Skalierung. Die Regler für Pulsweite und Frequenz wirken ebenfals auf alle angeschlossenen 921B Oszillatoren. Für das Frequency Potentiometer stehen zwei Arbeitsbereiche zur Verfügung: Halbton (Regelbreich 2 Oktaven) und Oktav (Regelbereich 12 Oktaven). Die Bereiche werden mit einem Schalter bestimmt. Die einzelnen Steuereingänge für Frequenz und Pulsweite werden jeweils summiert.

921B Oscillator: Der 921B Oscillator erzeugt Frequenzen von 1Hz bis mindestens 40kHz. Er wird gruppenweise mit einem 921A Oscillator Driver verbunden, welcher für alle angeschlossenen 921B Oscillatoren die Frequenz und die Pulsweite der Rechteckwelle steuert.

Wie auch der 921 Oscillator zählt dieses Modul zu den Grundbausteinen der analogen Klangsynthese. Es erzeugt Subaudio- und Audio-Frequenzen für die Verwendung als Steuer- oder Audiosignal. Der Frequency Regler besitzt einen Regelbereich von 2 Oktaven, der Range Schalter verschiebt den Bereich um jeweils eine Okave nach oben oder unten. Dessen Beschriftung orientiert sich an den Fußlagen-Bezeichnungen aus dem klassischen Pfeiffenorgelbau. Die rechts gelegenen Buchsen dienen zum Abgriff der Wellenformen Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck. D.C. Modulate Frequenz-Steuerspannugseingang mit linearer Charakteristik (entspricht nicht dem Volt/Oktav-Standard). A.C. Modulate ist ein Modulationseingang für Audiosignale. Er filtert anliegende Gleichspannungen aus.

921B Oscillatoren lassen sich miteinander Phasen-synchronisieren. Dazu dienen Synch-Schalter und Synch-Eingang. Sägezahnwellen liefern bei der Synchronisation die klanglich interessantesten Ergebnisse.

960 Sequential Controller: Der 960 Sequential Controller bietet eine Vielfalt an Funktionen. Es arebitet als eigenständiges Modul ebenso wie in Kombination mit dem 961 Interface und dem 962 Sequential Switch.

Das Sequencer Modul besteht aus einem spannungsgesteuerten Clock-Oszillator und drei Reihen mit je acht Steps. Die programmierte Sequenz und die Step-Position wird über Kontrolllampen angezeigt. Jeder Step besitzt eigene Potentiometer. So lassen sich für jede Reihe acht verschiedene Spannungen wählen. Mittels Wahlschaltern lassen sich für alle drei Potentiometer-Reihen verschiedene-Spannungsbereiche festlegen, 2V (X1), 4V (X2) oder 8V (X4). Jede Reihe besitzt zwei parallele Ausgänge. Unterhalb der Regler-Reihen befinden sich Trigger-Ein- und Ausgänge. Über die Trigger-Eingänge kann man Steps unabhängig vom Clock-generierten Trigger aktivieren. Dem gleichen Zweck dienen die acht Trigger-Taster. Die Schalter unterhalb der Step-Potentiometer erlauben es, jeden Step normal anzuspielen, zu überspringen oder die Sequenz an dieser Position zu stoppen. Ein neunter Schalter bestimmt, ob die Sequenz immer wieder neu gestartet wird oder nach einem Durchgang stoppt. Mit den Schalter mit der Bezeichnung Third Row Control Of Timing wird die dritte Potentiometer-Reihe mit mit dem Steuereingang der Clock verbunden. Die Geschwindigkeit ändert sich somit bei jedem Step. Der Shift-Eingang erlaubt den Anschluss einer externen Clock-Quelle. Dieser Eingang kann zusätzlich zur internen Clock genutzt werden. Mit einem weiteren Taster lässt sich die Sequenz von Hand um jeweils einen Step weiter schalten.

Start- und Stop-Funktionen lassen sich über Taster oder externe V-Trigger auslösen. Der Clock-Oszillator erzeugt Frequenzen im Bereich von 0,1Hz bis 1kHz. Die Frequenz wird mittels Grob (Oktav)- und Feineinstellung justiert. Der Clock-Oszillator verfügt zudem über einen Steuerspannungs-Eingang und einen Ausgang, der eine Rechteckwelle (etwa 90/10% Pulsweite) ausgibt. Wie alle anderen Moog Oszillatoren, besitzt auch der Clock-Oszillator eine Skalierung von 1V/Oktave.

961 Interface: Das 961 Interface besitzt vier verschiedene Funktionsgruppen: eine Audio-In to V-Trigger Out Schaltung, eine S-Trigger to V-Trigger Schaltung sowie zwei V-Trigger to S-Trigger Out Schaltungen. Alle vier Funktionsgruppen lassen sich gleichzeitig oder unabhängig voneinander nutzen.

Die Audio-In to V-Trigger Out Schaltung erzeugt einen V-Trigger, sobald am Audio-Eingang eine Spannung anliegt, die den, mit dem Sensitivity Potentiometer eingestellten Pegelwert überschreitet. Die Empfindlichkeit des Eingangs ist abhängig von der Frequenz und der Dynamik des Audiosignals. Die Trigger-Dauer bestimmt sich durch die Zeitspanne, in der der Pegel des Audiosignals über der Sensitivity-Einstellung verbleibt. Es sind zwei parallele V-Trigger Ausgänge vorhanden.

Die S-Trigger to V-Trigger Schaltungen wandeln Kurzschluss-Trigger in Voltage-Trigger. Beide V-Trigger to S-Trigger Out Schaltungen besitzen zwei Reihen zu je sechs Trigger-Eingangsbuchsen sowie einen S-Trigger Ausgang. Die Eingänge der Spalte A wandeln V-Trigger in S-Trigger, wobei die Dauer der Trigger-Impulse unverändert bleibt. In Spalte B wird die Dauer der S-Trigger-Impulse durch den Switch On Time Regler bestimmt. In Spalte B eingehende V-Trigger werden also verkürzt, verlängert oder ausgelassen. Die Trigger-Dauer lässt sich zwischen 40 Millisekunden und 4 Sekunden wählen. Die gleichzeitige Nutzung der Spalten A und B ist möglich. In diesem Fall wird der längere Trigger-Impuls ausgewertet.

962 Sequential Switch: Der 962 Sequential Switch schaltet wechselweise zwei oder drei Signal-Eingänge auf einen Ausgang. Ein, an die Shift-Buchse gesendeter V-Trigger startet den Vorgang. Befindet sich ein Klinkenstecker in Eingangsbuchse 3, wechselt der Sequential Switch nur zwischen den Eingängen 1 und 2. So lassen sich wahlweise zwei bzw. alle drei Reihen des 960 Sequential Controller nacheinander abspielen, um Sequenzen von 16 bzw. 24 Steps zu erzeugen. Zur Austattung des Sequential Switch gehören außerdem V-Trigger Ein- und Ausgänge für alle drei Eingänge sowie Taster zum manuellen Auslösen. Lampen informieren über den aktuellen Betriebszustand des Moduls.

992 Control Voltage Panel: Mit dem 992 Control Voltage Panel lassen sich dem 904B Low Pass Filter bis zu vier Steuerspannungen zuführen. Der vierte, auf dem Bedienfeld gelegene Eingang besitzt einen Invertierer und Abschwächer.

993 Trigger and Envelope Voltages Panel: Das Trigger and Envelope Voltages Panel verteilt S-Trigger von zwei Eingängen auf das 911A Dual Trigger Delay bzw. drei 911 Envelope Generatoren. Die beleuchteten Schalter "FROM 1" und "FROM 2" aktivieren die beiden Trigger-Eingänge des Moduls. Die drei links darunter gelegenen Schalter verteilen die Trigger-Signale wie folgt: oberer Schalter – zum linken 911 ohne Delay, mittlerer Schalter – zum mittleren 911 mit oberen 911A Delay, unterer Schalter – zum rechten 911 mit unterem 911A Delay. Die rechte, grüne Schalter-Reihe verbindet die Steuerspannungs-Ausgänge der drei 911 Module mit ihren zugehörigen 902 Voltage Controlled Amplifiern.

994 Dual Multiple Panel: Mit einem Multiple lässt sich ein Signal aufteilen und zu mehreren Zielen leiten. Multiples bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten: verbinden zweier Patch-Kabel, verteilen eines Signals auf mehrere Ziele, verdoppeln oder verdreifachen eine Signalpegels, indem das Signal mehrfach parallel zum selben Ziel gesendet wird.

995 Attenuator: Das Modul schwächt den Pegel eines anliegenden Audiosignals oder einer Steuerspannung ab. Je weiter einer der drei Regler im Uhrzeigersinn gedreht wird, desto weiter verringert sich die Wirkung einer Steuerspannung auf das daran angeschlossene Modul. Der 995 Attenuator bietet drei regelbare Ausgänge, die sich separat oder gemeinsam nutzen lassen.

CP3A Console Panels: Das CP3A Modul bietet vier verschiedene Funktionen. Hier findet sich ein 4x1 Mixer mit positiven und negativen Ausgängen und einer maximalen Verstärkung von Faktor 2. Der Mixer kann Gleich- und Wechselspannungen mischen. Links finden sich vier Routing-Schalter, die Steuerspannungen vom Keyboard, dem Ribbon- oder anderen Controllern zum Steuereingang des zugeordneten Oscillator Drivers senden. Der vierte Eingang ist mit einer Buchse auf dem Bedienfeld und einem Abschwächer ausgestattet. Sobald der zugehörige Schalter gedrückt und der Abschwächer auf einen Wert höher Null eingestellt ist, besteht eine Verbindung zwischen Eingangsbuchse und Oscillator Driver. In der Einstellung "10" entspricht das hier zugeführte Signal den Steuerspannungen, die direkt mit dem Oscillator Driver verbunden sind. Des weiteren findet sich im CP3A Modul ein Multiple (Signal-Splitter – ein Eingang wird auf drei Ausgänge verteilt) und zwei Trunc Lines. Sie leiten ein Signal zu den rückseitigen Anschlussbuchsen.

 

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Videos und Sounddemos

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