System 35

 

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System 35

Exakte und originalgetreue Nachbildung des klassischen System 35 nach Spezifikationen und Original-Unterlagen von 1972/73. Das System ist vollständig handgefertigt nach Standards der frühen 1970er Jahre. Das überaus leistungsfähige Instrument beinhaltet u.a. fünf Oszillatoren und die legendäre 907A Fixed Filter Bank. Das 962 Duophonic 61 Note Keyboard ist optional erhältlich. Die perfekte Erweiterung zum System 35 ist das Sequencer Complement B.

Das System 35 wird in limitierter Kleinserie gefertigt. Moog spricht von weltweit 35 verfügbaren Exemplaren.

Das System 35 besteht aus einem Main Cabinet, gefertigt aus massivem Walnussholz. Es beinhaltet folgende Zusammenstellung aus insgesant 22 Modulen:

3x 902 Voltage Controlled Amplifiers
1x 904A Voltage Controlled Low Pass Filter
1x 904B Voltage Controlled High Pass Filter
1x 907A Fixed Filter Bank
3x 911 Envelope Generators
1x 921 Voltage Controlled Oscillator
2x 921A Oscillator drivers
4x 921B Oscillators
1x 923 Random Noise/Filter
2x CP3A Console Panels
1x CP4A Console Panel
1x CP8A Console Panel
1x CP35 Console Panel
1x 180 Watt 120/230 VAC Netzteil (umschaltbar)

Im Lieferumfang enthalten sind 32 Patch-Kabel und 3 Trigger-Kabel.
 

Abmessungen und Gewicht:

Main Cabinet: 123,2 x 39,4 x 35,6 (cm), 45,4 kg

 

Funktionsbeschreibung der Module

 

Funktionsbeschreibung der Module im System 35 in der Reihenfolge ihrer Nummerierungen:

(nach Originaltexten der Bedienungsanleitung von 1974)

902 Voltage Controlled Amplifier: Der 902 Voltage Controlled Amplifier ist ein Differenzverstärker mit einer Spannungsverstärkung von 2 (6 dB) bei Potentiometer-Maximaleinstellung (6) oder am Steuerspannungseingang anliegenden 6V. Die Summierung der Steuerspanungen (Potentiometer und CV-Eingang) liefert eine Maximal-Verstärkung von 7,5V bzw. +4,7dB. Lineare oder exponentielle Verstärkungs-Charakteristiken sind wählbar.

904A Voltage Controlled Low Pass Filter: Das Voltage Controlled Lowpass Filter beschneidet Frequenzen oberhalb das eingestellten Cutoff-Punktes mit einer Intensität von 24dB pro Oktave. Der Cutoff-Punkt (Cutoff-Frequenz) wird über eine Eingangsbuchse spannungsgesteuert. Pro Volt Spannungszuwachs verdoppelt sich die Cutoff-Frequenz (Volt pro Oktave Standard). Das Regeneration Potentiometer regelt den internen Feedback-Pegel und erzeugt Resonanzspitzen im Bereich der Cutoff-Frequenz. Ab einer bestimmten Reglerstellung beginnt das Filter zu schwingen und arbeitet als spannungssteuerbarer Sinus-Generator. Das Fixed Control Voltage Potentiometer besitzt einen Regelbereich von 12V (1 Oktave). Der Arbeitsbereich des FCV-Potentiometers wird vom Frequency Range Schalter bestimmt. Er verschiebt den Arbeitsbereich in 2-Oktav-Schritten.

Die resultierende Cutoff-Frequenz des Tiefpass-Filters wird aus der Summe von Fixed Control Voltage, Frequency Range Einstellung und zugeführter Steuerspanung gebildet. Höhere Regeneration-Einstellungen verstärken den Pegel der Cutoff-Freqeunz und beschneiden gleichzeitig tiefe Frequenzen.

904B Voltage Controlled High Pass Filter: Das Voltage Controlled Lowpass Filter beschneidet Frequenzen unterhalb der Cutoff-Einstellung mit einer Intensität von 24dB pro Oktave. Da der Grundton einer komplexen Schwingung üblicherweise den höchsten Pegel besitzt, kann dessen Ausblendung eine deutliche Klangveränderung bedeuten.

Der Frequency Range Schalter bestimmt den Regelbereich des Fixed Control Voltage Potentiometers. In der Low-Einstellung beträgt er 4Hz bis 20kHz, in der High-Einstellung 10Hz bis 50kHz.

907A Fixed Filter Bank: Die 907A Fixed Filter Bank ist ein nicht spannungssteuerbares Klangbearbeitungs-Modul. Sie reduziert oder verstärkt Frequenzbänder im Bereich der aufgedruckten Bandpass-Mittenfrequenzen und der Cutoff-Frequenzen der Hoch- und Tiefpass Filter. Die 907A Fixed Filter Bank verfügt über 10 sich überlappende LC-Filter-Netzwerke.

911 Envelope Generator: Nach erhalten eines extern erzeugten Switch-To-Ground (S-Trigger / Kurzschluss-Trigger) Signals erzeugt der Envelope Generator einen einmaligen Spannungsverlauf, dessen Dauer und Pegel von den Potentiometern T1, T2, T3 sowie von der konstanten Spannung (Esus) bestimmt wird. Durch das Schließen des Trigger-Schalters wird der Spannungsverlauf, unabhängig von der gegenwärtigen Position, auf den Wert T3 gesetzt. Der Envelope Generator benötigt einen S-Trigger. Externe Trigger-Quellen müssen mit dem 961 Interface entsprechend gewandelt werden.

921 Voltage Controlled Oscillator: Der 921 Voltage Controlled Oscillator ist ein Generator zur Erzeugung von Wellenformen im Frequenzbereich zwischen 0,01Hz und 40kHz. Er liefert vier verschiedene Wellenformen: Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck (mit variabler Pulsweite). An den Ausgangsbuchsen lassen sich sowohl feste als auch regelbare Pegel abgreifen. Die Frequenz wird von den Bedienelementen Scale, Coarse Range, Frequency und (Oktave)Range im oberen Teil des Bedienfeldes bestimmt. Die Pulsweite der Rechteckschwingung wird mit dem links gelegenen Regler oder einer anliegenden Steuerspannung bestimmt. Die Festlegung des Clamping Points (Startpunkt) der Wellenform erfolgt mit dem rechts unten gelegenen Regler bzw. den zugehörigen Trigger-Eingängen. Mehrere Frequenz-Steuereingänge lassen sich parallel nutzen. Alle Wellenformen lassen sich gleichzeitig abgreifen. Alle Bedienelemente können während des Betriebs genutzt werden. Dieses Modul eignet sich als Audio- und Steuerspanungsquelle.

921A Oscillator Driver: Der 921A Oscillator Driver arbeitet als Steuerspannungsquelle für bis zu drei 921B Oszillatoren, mit denen er über interne Steckverbinder verbunden wird. Zwei Steuerspannungen werden erzeugt: eine für die Oszillator-Frequenz und eine für die Pulsweite der Rechtwelle sämtlcher angeschlossenen Oszillatoren. Das Modul verfügt dazu seinerseits über Eingänge für Steuerspannungen mit Volt/Oktav-Skalierung. Die Regler für Pulsweite und Frequenz wirken ebenfals auf alle angeschlossenen 921B Oszillatoren. Für das Frequency Potentiometer stehen zwei Arbeitsbereiche zur Verfügung: Halbton (Regelbreich 2 Oktaven) und Oktav (Regelbereich 12 Oktaven). Die Bereiche werden mit einem Schalter bestimmt. Die einzelnen Steuereingänge für Frequenz und Pulsweite werden jeweils summiert.

921B Oscillator: Der 921B Oscillator erzeugt Frequenzen von 1Hz bis mindestens 40kHz. Er wird gruppenweise mit einem 921A Oscillator Driver verbunden, welcher für alle angeschlossenen 921B Oscillatoren die Frequenz und die Pulsweite der Rechteckwelle steuert.

Wie auch der 921 Oscillator zählt dieses Modul zu den Grundbausteinen der analogen Klangsynthese. Es erzeugt Subaudio- und Audio-Frequenzen für die Verwendung als Steuer- oder Audiosignal. Der Frequency Regler besitzt einen Regelbereich von 2 Oktaven, der Range Schalter verschiebt den Bereich um jeweils eine Okave nach oben oder unten. Dessen Beschriftung orientiert sich an den Fußlagen-Bezeichnungen aus dem klassischen Pfeiffenorgelbau. Die rechts gelegenen Buchsen dienen zum Abgriff der Wellenformen Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck. D.C. Modulate Frequenz-Steuerspannugseingang mit linearer Charakteristik (entspricht nicht dem Volt/Oktav-Standard). A.C. Modulate ist ein Modulationseingang für Audiosignale. Er filtert anliegende Gleichspannungen aus.

921B Oscillatoren lassen sich miteinander Phasen-synchronisieren. Dazu dienen Synch-Schalter und Synch-Eingang. Sägezahnwellen liefern bei der Synchronisation die klanglich interessantesten Ergebnisse.

923 Random Noise Filter: Das 923 Random Noise Filter Modul erzeugt Signale mit zufälliger Frequenz und Wellenform über das gesamte Audiospektrum. Pink Noise besitzt energiereichere tiefe Frequenzen und unterscheidet sich damit von White Noise, dessen Energie gleichmäßig über den gesamten Audiobereich verteilt ist. Beide Rauschquellen lassen sich gleichzeitig an je zwei Buchsen abgreifen. Die beiden, manuell durchstimmbaren Tief- und hochpass-Filter sind einpolige RC-Schaltungen mit einer Flankensteilheit von 6 db pro Okatve.

CP3A Console Panel: Das CP3A Modul bietet vier verschiedene Funktionen. Hier findet sich ein 4x1 Mixer mit positiven und negativen Ausgängen und einer maximalen Verstärkung von Faktor 2. Der Mixer kann Gleich- und Wechselspannungen mischen. Links finden sich vier Routing-Schalter, die Steuerspannungen vom Keyboard, dem Ribbon- oder anderen Controllern zum Steuereingang des zugeordneten Oscillator Drivers senden. Der vierte Eingang ist mit einer Buchse auf dem Bedienfeld und einem Abschwächer ausgestattet. Sobald der zugehörige Schalter gedrückt und der Abschwächer auf einen Wert höher Null eingestellt ist, besteht eine Verbindung zwischen Eingangsbuchse und Oscillator Driver. In der Einstellung "10" entspricht das hier zugeführte Signal den Steuerspannungen, die direkt mit dem Oscillator Driver verbunden sind. Des weiteren findet sich im CP3A Modul ein Multiple (Signal-Splitter – ein Eingang wird auf drei Ausgänge verteilt) und zwei Trunc Lines. Sie leiten ein Signal zu den rückseitigen Anschlussbuchsen.

CP4A Console Panel: Beschreibung folgt

CP8A Console Panel: Beschreibung folgt

CP35 Console Panel: Beschreibung folgt

 

mehr Fotos

 

System_35_SCB

 

Das System 35 erweitert um das optionale 962 Keyboard und das 
Sequencer Complement B.

 

Videos und Sounddemos

Auf Moog's Webseite finden sich interessante Videos zu den aktuellen Modular Systemen.

 

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